Alle Gesellschaften müssen Antworten auf die Frage geben was mit Kindern geschehen soll, die von ihren biologischen Eltern, aus welchen Gründen auch immer, zeitweise oder auf Dauer nicht hinreichend betreut werden?
Auch in unserem Landkreis können längst nicht alle Kinder geborgen und sicher bei ihren Eltern aufwachsen, weil sich in den Lebenslagen der Herkunftsfamilien Risikofaktoren konzentrieren und Eltern faktisch ausfallen.
Dazu kommt es, wenn chronische Geldsorgen, Bildungsarmut, intellektuelle oder psychische Beeinträchtigungen, Partnerschaftsprobleme und familiäre Gewalt, Suchterkrankungen und eigene lebensgeschichtliche Beeinträchtigungen der Eltern so unglücklich zusammen kommen, dass sie die Fähigkeiten der Eltern zur eigenen Lebensbewältigung einschränken und zu Kindeswohlgefährdungen führen.
Alle diese Kinder benötigen einen Ort, um zur Ruhe zu kommen, ein sich zu Hause und Angenommen fühlen um sich weiter entwickeln zu können. Eine mögliche Alternative für diese Kinder kann eine Pflegefamilie, auf Zeit oder auf Dauer, sein.
Wer ein Kind aufnimmt und seine Familie zur Pflegefamilie macht, gibt Kindern ein Zuhause. Pflegefamilien trösten, versorgen, halten Kinder und Jugendliche, die Zurückweisung und Ängste und Schmerz erlebt haben.
Aber nicht nur das.
Pflegefamilien geben über einen Platz am Tisch, ein Bett und familiäre Fürsorge hinaus auch einen Anteil an dem reichen Schatz unserer religiösen und kulturellen Werte.
Und das entfaltet Wirkung.
Die Kinder und Jugendlichen profitieren vom sicheren Familienrahmen:
Sie erholen sich, werden lebendiger und plötzlich werden ganz erstaunliche Wachstums- und Entwicklungsschübe möglich.
Solche kleinen Wunder an Entfaltung miterleben zu dürfen, bereichert unser aller Leben, die daran teilhaben dürfen.
Bin ich als Pflegemutter/-vater geeignet?
Stellen Sie sich folgende Fragen:
-haben Sie Freude am Zusammenleben mit Kindern, verfügen über ausreichend Wohnraum
und sind bereit Ihre Familie für viel Neues zu öffnen und sich auf Unvorhergesehenes
einzulassen
-besitzen Sie Geduld, Einfühlungsvermögen, Zeit und Belastbarkeit
-Können Sie Toleranz mit dem Anderssein, mit anderen sozialen, moralischen und/oder
Tel.: perspektivischen Sichtweisen zeigen
-sind Sie bereit mit dem Jugendamt und der Herkunftsfamilie zusammenzuarbeiten
Beantworten Sie diese Fragen mit Ja, erfüllen Sie wesentliche Anforderungen und wir würden uns über eine Kontaktaufnahme freuen.
Bei Interesse melden Sie sich bitte im Landratsamt Kronach, Kreisjugendamt, Frau Pertsch, Tel.: 09261/678331, Mail: anke.pertsch@lra-kc.bayern.de oder Frau Löffler, Tel.: 09261/678333, Mail: peggy.loeffler@lra-kc.bayern.de
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Thema Pflegefamilien.
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